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Immer live dabei - Schiffsverfolgung mit MarineTraffic

MarineTraffic ist ein Schiffsverfolgungs- und maritimer Informations-Service, der 2007 von Dimitris Lekkas gegründet wurde. Mit über sechs Millionen eindeutigen Usern pro Monat und mehr als eine Million registrierten Benutzern verfügt der Service über die umfassendste weltweit anerkannte maritime Datenbank. Ursprünglich gegründet wurde der Service von Lekkas aufgrund seiner Affinität zu Computern und Schiffsbeobachtungen und später auch durch sein Interesse am praktischen Einsatz der AIS-Technologie zur Schiffsverfolgung. Damals war ihm noch nicht klar, dass er damit eine der weltweit größten Datenbanken für den Schiffsverkehr aufbauen würde. Der MarineTraffic-Service wird kostenlos zur Verfügung gestellt, eine kostenpflichtige Version mit erweiterten Funktionen wird aber ebenfalls angeboten. MarineTraffic setzt die AIS-Technologie zur Schiffsverfolgung ein und ortet 800 Millionen Schiffe pro Monat, wobei die Datenbank auch Informationen über die Schiffe, wie Baujahr und -ort, umfasst.

Wie funktioniert MarineTraffic?

Der MarineTraffic-Service setzt die AIS-Ortungstechnologie ein, welche die Daten, den Kurs, die Geschwindigkeit und die aktuelle Position eines Schiffes zur Verfügung stellt. So können Positionen mithilfe von Google Maps angezeigt werden, was Benutzern ermöglicht, Schiffe und andere Wasserfahrzeuge in Echtzeit zu verfolgen.

Zusätzliche Informationen zur Schiffsposition werden von der Schiffsbesatzung selbst übermittelt. Diese Informationen dienen dazu, genauere und aktuellere Angaben über die Schiffsposition in Echtzeit machen zu können.

Neben der Verfolgung von Schiffen stellt MarineTraffic auch Hintergrundinformationen zur den Schiffen bereit, wie Bauort, -jahr, IMO (Internationale Seeschifffahrts-Organisation)-Nummer, Gewicht und auch Fotos. Ein Großteil dieser Informationen wird freiwillig von den Community-Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Was ist die AIS-Technologie?

Voge Master vesselin full drive on the ocean - MMSI no. 256089000

AIS steht für "Automatic Identification System (Automatisches Identifikationssystem)" und bezeichnet ein Ortungssystem für Schiffe und Wasserfahrzeuge. Seit 2004 müssen alle Passagierschiffe und internationale Berufsschiffe von 300 BRZ oder mehr mit einem AIS-Transponder ausgestattet sein, welcher in der Lage ist, AIS-Daten zu senden und zu empfangen.

Der AIS-Transponder übermittelt GPS-Daten sowie viele zusätzliche Informationen, die dann von den AIS-Empfangsstationen empfangen werden. Der MarineTraffic-Service nutzt mehr als 3.000 dieser Stationen, die sich überall auf der Welt befinden und mit deren Hilfe die Positionen geortet, Wasserfahrzeuge identifiziert, Kursverläufe und sogar die Geschwindigkeit ermittelt werden können.

In vieler Hinsicht ist die AIS-Technologie von MarineTraffic mit der Flugradar-Technologie vergleichbar, die von Diensten wie Flightradar24 eingesetzt wird, um Flugzeuge zu orten. In diesem speziellen Fall wird die AIS-Technologie durch die ADS-B-Technologie ersetzt, die ähnlich funktioniert und ebenfalls von Freiwilligen unterstützt wird, wobei hier Informationen von ADS-B-Empfängern oder -Empfangsstationen anstelle von AIS-Empfängern übermittelt werden.

Weitere Informationen auf der Website

Während die Website hauptsächlich Informationen zu AIS-Signalen für Ortungszwecke anzeigt, werden darüber hinaus auch zusätzliche Hintergrundinformationen zu den Wasserfahrzeugen, Fotos von Schiffen und eine Vielzahl weiterer Informationen von Freiwilligen, die den Kern der MarineTraffic-Community bilden, durch moderierte Inhalte ergänzt.

Neben der automatischen Ortung der Position durch den Einsatz der AIS-Technologie werden auch Schiffspositionen von Besatzungsmitgliedern an MarineTraffic übermittelt. Dies hilft dabei, Ortungen noch genauer durchführen zu können, und die Informationen werden als historische Daten in der Datenbank archiviert. Dies dient später als Grundlage für statistische Analysen, Notfalleinsätze, Untersuchungen von Unfällen und für die Ermittlung von Auswirkungen des Wetters auf die Geschwindigkeit.

Wer benutzt MarineTraffic?

Cruise ship Carnival Victory dropped the anchor on deep blue ocean

Man könnte der Meinung sein, dass sich ein Online-Service für Schiffsverfolgung ausschließlich an leidenschaftliche Schiffsbeobachter richtet, und es erstaunt nicht, dass auch Gründer Dimitri Lekkas einer von ihnen ist. Doch die Realität zeigt, dass der Service einen viel größeren Benutzerkreis erreicht.

Tatsächlich hat sich MarineTraffic seit seiner Einführung vor ein paar Jahren zu einem wichtigen Tool sowohl für die Wirtschaft als auch für Forschungszwecke entwickelt, denn die Plattform wird von Regierungen genauso wie von Handelsorganisationen und Notfalldiensten genutzt. Selbstverständlich ist es nach wie vor auch ein wertvolles Instrument für Berufstätige in der Schifffahrt und Menschen mit einschlägigen Hobbys.

Hauptbenutzergruppen

Zu den wichtigsten Benutzergruppen gehören Berufstätige aus der Schifffahrt sowie Menschen mit Hobbys wie z.B. Schiffsbeobachtung. Viele der Benutzergruppen abonnieren die kostenpflichtige Version des Service und unterstützen in ihrer Freizeit auf freiwilliger Basis die Community durch Hochladen von Fotos und moderierten Inhalten auf der Website.

Wirtschaft und Handel

Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich für den MarineTraffic-Service sind Wirtschaft und Handel. Haupteinsatz ist hier die Ermittlung der Position des Frachtguts, das nach Übersee verschifft wird. Außerdem gibt es auf der Website ein eigenes Business-Verzeichnis, das Käufern und Lieferanten dabei hilft, miteinander in Kontakt zu treten.

Forschung

MarineTraffic erfreut sich großer Beliebtheit bei Meeresforschern und bei Interessenten an der AIS-Technologie. So hat der Service das MarineTraffic Research Network ins Leben gerufen zur Unterstützung von wissenschaftlichen Einrichtungen, Forschungsstiftungen und einzelnen Meeresforschern. Interessenten können sich sogar mit speziellen wissenschaftlichen Accounts anmelden.

Sicherheits- und Rettungsdienste

Ein beachtenswerter Einsatzbereich von MarineTraffic stellt das Unterstützungsprogramm für Rettungsdienste bei der Lageerfassung und Unfalluntersuchung dar. Darüber hinaus wird die Plattform auch von einigen nationalen Regierungen für Sicherheitszwecke eingesetzt durch die Möglichkeit, Aktivitäten an den landeseigenen Küsten und den daran angrenzenden Gebieten zu überwachen.

Andere Benutzer

Neben den erwähnten Gruppen ist MarineTraffic auch zu einer wichtigen Informationsquelle für Journalisten und Medienorganisationen, die sie nutzen, um über die Organisation Islamischer Staat (ISIS) und die Flüchtlingskrise zu berichten. Außerdem gibt es Gelegenheitsbenutzer, die von MarineTraffic Gebrauch machen, um Freunde oder Familienmitglieder an Bord eines Schiffes oder Wasserfahrzeugs zu orten.




Wie wird MarineTraffic angewendet?

Das Ganze erscheint auf den ersten Blick kompliziert und sehr technisch, aber die gute Nachricht ist, dass MarineTraffic im Grunde genommen sehr einfach anzuwenden ist, und das gilt auch für Benutzer ohne jegliche AIS-Technolgie-Vorkenntnisse. Zudem sind die Kernfeatures über eine Auswahl verschiedener Plattformen zugänglich.
Die eigentliche Hauptwebsite befindet sich auf der Webplattform des Service und von hier aus können die Benutzer Wasserfahrzeuge suchen, identifizieren und verfolgen. Zusätzlich gibt es aber auch noch zwei weitere Web-Apps. Die erste der beiden ist in die Service-Funktionen der Webplattform integriert.

Webplattform

Cruise ship Seabourn Quest on the ocean

Die Hauptwebplattform von MarineTraffic zeigt eine Echtzeitkarte, auf der die Positionen von Wasserfahrzeugen dargestellt werden. Die Nutzer können mit der Maus auf die Karte klicken und diese um den gesamten Erdball ziehen, Wasserfahrzeuge auf der Karte markieren, um mehr über sie zu erfahren, oder anhand der "+"- und "-"-Symbole das Bild heran- oder wieder wegzuzoomen, während auf der linken Bildschirmseite noch eine Anzahl von weiterführenden Funktionen ausgewählt werden können.

Ganz oben wird beim Lupen-Symbol die Suchfunktion geöffnet, mit der die Benutzer ein Wasserfahrzeug, einen Hafen oder einen spezifischen Punkt auf der Karte ausfindig machen können. Durch das Filter-Symbol können die Benutzer die auf der Karte abgebildeten Schiffe nach Schiffstyp, Kapazität, aktuellem Status und weiteren Einzelangaben filtern.

Und schließlich gibt es noch das Symbol mit den drei Booten, die sogenannte "Meine Flotten"-Option. Durch Auswahl dieses Menüpunktes haben die Nutzer die Möglichkeit, sich eine eigene Flotte zusammenzustellen, zu der sie weitere Schiffe hinzufügen können, was die gleichzeitige Verfolgung mehrere Schiffe erleichtert.

Ein Basis-MarineTraffic-Account ist kostenlos und kann zeitlich unbegrenzt genutzt werden. MarineTraffic gehört zwar zu den Freemium-Anbietern, ein kostenpflichtiger Premium-Account bietet aber eine Reihe von Extrafunktionen. Darunter gibt es die Möglichkeit, sich größere Flotten zusammenzustellen, eigene Flotten-Icons zu nutzen sowie auf Windvorhersagen zugreifen zu können und sich eine Routen-Historie über 30 Tage anzeigen zu lassen.

Mobile Apps

Abgesehen von der Hauptwebplattform bietet MarineTraffic noch zwei separate mobile Apps für Android- und iOs-Systeme. Die erste der beiden Apps, MarineTraffic Ship Positions, ähnelt in den Funktionen der Webplattform, ist jedoch mobilfreundlicher in der Anwendung als ein mobiler Browser auf der Website.

Alle Account-Inhaber mit kostenlosem Basic-Account, kostenpflichtigem Premium-Account oder mit einem speziellen Account für wissenschaftliche oder Forschungszwecke können die App nutzen. Die App selbst ist jedoch nicht gratis, sondern kostet eine geringe Gebühr, die beim Herunterladen anfällt. Die verschiedenen Features auf der App können dann je nach Account-Typ genutzt werden.

Neben der wichtigsten mobilen App von MarineTraffic, bietet die Plattform noch eine weitere mobile App an, die sogenannte MarineTraffic Oncourse. Diese App richtet sich an diejenigen, die sich für Segel- und Jachtsport interessieren oder für größere Wasserfahrzeuge verantwortlich sind, und bietet eine Anzahl von weiterführenden Features. So ermöglicht die App Bootsfahrern, ihre Position zu teilen und ganz einfach Fotos und andere Informationen über ihr Wasserfahrzeug hochzuladen.